

Entwicklungen in der Medizintechnik haben das Verständnis von Chirurgie radikal verändert. Während früher die Auffassung „Großer Chirurg, großer Schnitt“ vorherrschte, lautet das Motto der modernen Chirurgie heute „Minimaler Schaden, maximale Erholung“. Im Mittelpunkt dieses Wandels steht die Laparoskopische Chirurgie, in der Öffentlichkeit auch als „Geschlossene Operation“ oder „Schlüssellochchirurgie“ bekannt.
Als Doz. Dr. Cengiz Andan führen wir mehr als 90 % der gynäkologischen Operationen in unserer Klinik mit der laparoskopischen Methode durch. Für unsere Patientinnen bedeutet eine Operation nicht mehr, wochenlang im Bett zu liegen oder eine Narbe von einem Ende des Bauches zum anderen zu tragen. Was also ist diese Laparoskopie und warum empfehlen wir sie so nachdrücklich?
Die Laparoskopie ist eine Operationstechnik, die durch nur wenige kleine Löcher von 0,5 – 1 cm durchgeführt wird, ohne einen großen Schnitt in die Bauchdecke zu machen.
Der Eingriff läuft wie folgt ab: Eine dünne Kamera (Teleskop) wird durch den Bauchnabel in den Bauchraum eingeführt. Diese Kamera projiziert das Bild des Innenraums auf einen hochauflösenden Monitor. Der Chirurg führt die Operation durch, indem er auf den Monitor schaut und dünne Handinstrumente verwendet, die durch andere kleine Löcher eingeführt werden, ohne den Bauch zu öffnen. Fast alle gynäkologischen Operationen wie Hysterektomie (Gebärmutterentfernung), Myomektomie (Myomentfernung), Zystenreinigung, Eileiterschwangerschaft und Eileiterunterbindung können mit dieser Methode sicher durchgeführt werden.

5 revolutionäre Vorteile für Patientinnen
Im Vergleich zur offenen Chirurgie (Laparotomie) ist der Komfort, den die Laparoskopie den Patientinnen bietet, unbestreitbar. Hier sind die 5 wichtigsten Gründe, sich für die Laparoskopie zu entscheiden:
1. Kosmetische Überlegenheit: Keine Operationsnarben
Ästhetische Bedenken sind für Frauen berechtigterweise wichtig. Bei offenen Operationen bleibt im Unterbauch eine „Kaiserschnittnarbe“ oder eine große vertikale Schnittnarbe zurück. Bei der Laparoskopie werden die Narben nach der Heilung fast unsichtbar, da die Löcher sehr klein sind (wie ein Schlüsselloch). Selbst im Bikini ist nicht zu erkennen, dass Sie operiert wurden.
2. Viel weniger Schmerzen und schnelle Genesung
Bei offenen Operationen sind die postoperativen Schmerzen deutlich, da Bauchmuskeln und Membranen durchschnitten werden. Bei der Laparoskopie wird kein Gewebe geschnitten, sondern nur zur Seite geschoben. Da der Gewebeschaden minimal ist, benötigen die meisten unserer Patientinnen nach der Operation nur einfache Schmerzmittel.
3. Geringes Risiko für Infektionen und Komplikationen
Da die Bauchhöhle keinen Kontakt zur Außenwelt hat, ist das Infektionsrisiko im Vergleich zu offenen Operationen viel geringer. Darüber hinaus ist das Risiko von „Verwachsungen im Bauchraum“ (Adhäsionen), eine der größten Ängste nach Operationen, bei geschlossenen Operationen minimal. Dieses Merkmal ist besonders für Frauen wichtig, die in Zukunft Kinder haben möchten, da Verwachsungen zu Unfruchtbarkeit führen können.
4. Hervorragende Sicht für den Chirurgen, Sicherheit für die Patientin
Patientinnen machen sich manchmal Sorgen: „Wie sehen Sie diese riesige Zyste durch ein winziges Loch?“ Tatsächlich ist die Situation genau umgekehrt. Die laparoskopische Kamera projiziert die Organe 10- bis 15-fach vergrößert auf den Bildschirm. Kleine Gefäße, Nerven und Läsionen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, werden auf diese Weise deutlich sichtbar. Dies reduziert das Blutungsrisiko und ermöglicht dem Chirurgen ein viel präziseres Arbeiten.

5. Schnelle Rückkehr ins soziale Leben
Das größte Bedürfnis der modernen Frau ist Zeit. Eine Patientin, die sich einer laparoskopischen Operation unterzieht, kann in der Regel innerhalb einer Woche zu ihrer Arbeit, ihrem sozialen Leben und ihren täglichen Aktivitäten zurückkehren. Dieser Zeitraum kann bei offenen Operationen 4–6 Wochen betragen. Sie müssen Ihren Urlaubsplan oder Arbeitsplan nicht verschieben.
In welchen Situationen wird eine Laparoskopie durchgeführt?
Mit der Erfahrung von Doz. Dr. Cengiz Andan ist die geschlossene Methode unsere erste Wahl in fast allen folgenden Situationen in der Gynäkologie:
Zu diagnostischen Zwecken: Untersuchung der Ursache von Unfruchtbarkeit oder chronischen Schmerzen.
Fazit: Während es diesen durch Technologie gebotenen Komfort gibt, müssen Sie die Schwierigkeiten einer offenen Operation nicht ertragen, es sei denn, es ist zwingend erforderlich. Wählen Sie minimal-invasive Chirurgie für Ihre Gesundheit und Ihren Komfort.
Ja, das können Sie. Vorangegangene Bauchoperationen (Kaiserschnitt, Blinddarm usw.) sind kein Hindernis für eine Laparoskopie. Da im Bauchraum Verwachsungen aufgrund alter Operationen vorhanden sein können, wird lediglich die erste Eintrittsstelle geändert oder vorsichtiger eingeführt, es stellt jedoch kein Hindernis dar.
Ja. Egal wie groß die Masse ist (z. B. ein 15 cm großes Myom), sie wird im Bauchraum in spezielle Beutel gepackt, mit einem Zerkleinerungsgerät namens „Morcellator“ verdünnt und durch diese kleinen Löcher herausgeholt. Es ist nicht nötig, den Bauch von einem Ende zum anderen aufzuschneiden, nur weil die Masse groß ist.
Ja, laparoskopische Chirurgie wird unter Vollnarkose (im Schlaf) durchgeführt. Um das Innere des Bauches bequem sehen zu können und damit sich die Instrumente bewegen können, wird die Bauchhöhle mit CO2 (Kohlendioxid)-Gas aufgeblasen. Eine Vollnarkose ist unerlässlich, da die Muskeln während dieses Eingriffs entspannt sein müssen.
Ja, dies ist eine vorübergehende Situation, die spezifisch für die Laparoskopie ist. Da das zum Aufblasen des Bauches verwendete Kohlendioxidgas das Zwerchfell reizt, können über Nervenbahnen Schmerzen in der Schulter empfunden werden. Dieser Schmerz ist harmlos und verschwindet von selbst innerhalb von 1–2 Tagen, wenn der Körper das Gas ausscheidet. Gehen beschleunigt den Gasausstoß.
Tatsächlich wird die Laparoskopie bei übergewichtigen (adipösen) Patientinnen besonders bevorzugt. Denn bei übergewichtigen Patientinnen ist die Wundheilung nach offenen Operationen schwierig und das Infektionsrisiko hoch. Bei der Laparoskopie gibt es aufgrund des sehr kleinen Schnitts keine Wundheilungsprobleme und die Patientin kommt viel schneller wieder auf die Beine.