

In bestimmten Lebensphasen einer Frau kann aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme eine chirurgische Entfernung der Gebärmutter erforderlich sein. Dieser Eingriff, in der medizinischen Fachliteratur als Hysterektomie bezeichnet, ist nach dem Kaiserschnitt die zweithäufigste gynäkologische Operation der Welt.
Wenn einer Frau gesagt wird, dass „ihre Gebärmutter entfernt werden muss“, erlebt sie meist große Angst und Sorge. Fragen wie „Wird mein Körper unvollständig sein?“, „Werde ich monatelang nicht aus dem Bett kommen?“, „Endet damit meine Weiblichkeit?“ beschäftigen ihren Geist.
Dank der Laparoskopischen Hysterektomie (Gebärmutterentfernung mit der geschlossenen Methode), die wir heute anwenden, gehören diese angstvollen Szenarien jedoch der Vergangenheit an. Als Doz. Dr. Cengiz Andan wenden wir die geschlossene Methode an, die als Goldstandard gilt, damit unsere Patientinnen diesen Prozess mit minimalen Schmerzen und maximalem Komfort überstehen können.
Was ist eine laparoskopische Hysterektomie? Wie unterscheidet sie sich von der alten Methode?
Bei der traditionellen offenen Chirurgie (abdominale Hysterektomie) wird ein großer Schnitt (ca. 10–15 cm) im Bauchbereich gemacht. Dies bedeutet, dass Muskeln und Nerven durchtrennt werden, was den Heilungsprozess verlängert und die Schmerzen verstärkt.
Die Laparoskopische Hysterektomie hingegen wird durchgeführt, indem man durch 3–4 winzige Löcher von 0,5 cm Größe, die nur im Bauchnabel und in der Leistengegend geöffnet werden, in den Bauchraum eingeht, ohne einen großen Schnitt an der Bauchhaut zu machen. Die Gebärmutter wird im Inneren vom umliegenden Gewebe gelöst und meist auf vaginalem Wege entfernt. Da es keinen großen Schnitt gibt, sind Narbenbildung, Hernienrisiko und Infektionswahrscheinlichkeit minimal.

In welchen Situationen ist eine Gebärmutterentfernung erforderlich?
Die Entscheidung zur Entfernung der Gebärmutter ist der letzte Schritt, der zwischen Arzt und Patientin detailliert besprochen werden muss. Im Allgemeinen wird eine Hysterektomie in den folgenden Situationen, die nicht auf eine medikamentöse Behandlung ansprechen, zu einer lebensrettenden oder lebensqualitätsverbessernden Lösung:
Der postoperative Genesungsprozess: Komfort jenseits der Erwartungen
Der Teil, der unsere Patientinnen am meisten überrascht, ist die Zeit nach der Operation. Während eine Patientin, die offen operiert wurde, wochenlang auf die „Genesung“ wartet, sieht der Prozess für unsere Patientinnen mit laparoskopischer Hysterektomie wie folgt aus:

Die größte Sorge: „Endet das Frausein, wenn die Gebärmutter entfernt wird?“
Dies ist eine der größten urbanen Legenden in der Gesellschaft. Unsere wissenschaftliche Antwort ist klar: Nein, es endet nicht.
Warum Doz. Dr. Cengiz Andan?
Eine Hysterektomie ist eine irreversible Entscheidung. Daher muss man sich ihrer „Notwendigkeit“ sicher sein, und die Operation sollte mit der Methode durchgeführt werden, die den geringsten Schaden verursacht. In unserer Klinik wenden wir in Fällen, in denen die Gebärmutter entfernt werden muss, den schonendsten Ansatz an, der dem Alter der Patientin und der Eierstockreserve entspricht. Nach dem Prinzip der „Organschonenden Chirurgie“ versuchen wir, wenn möglich, nur das Problem (Myom, Zyste) zu entfernen, und wenn dies nicht möglich ist, die Gebärmutter mit der geschlossenen Methode zu entfernen, um die Patientin so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu bringen.
Nein. Der Körper hat eine enorme Anpassungsfähigkeit. Der Darm füllt den kleinen Raum aus, der nach der Entfernung der Gebärmutter entsteht. Es gibt kein Gefühl der Leere im Bauch oder ein Absacken anderer Organe. Da das obere Ende der Vagina mit starken Bändern nach oben aufgehängt wird, ist auch kein Scheidenvorfall zu erwarten.
Dies hängt ganz vom Alter der Patientin und dem Gesundheitszustand der Eierstöcke ab. Wenn die Patientin noch nicht in den Wechseljahren ist (in der Regel unter 45–48 Jahren) und kein verdächtiges Zysten-/Krebsrisiko in den Eierstöcken besteht, werden die Eierstöcke strikt erhalten. So kommt die Patientin nicht vorzeitig in die Menopause, und das Risiko für Osteoporose und Herzerkrankungen steigt nicht.
Nach der Entfernung der Gebärmutter wird das obere Ende der Vagina (Scheidenstumpf) mit Nähten verschlossen. Damit dieses Gewebe vollständig heilen kann, wird in der Regel eine sexuelle Abstinenz von 6–8 Wochen (1,5 – 2 Monate) empfohlen. Wenn die Heilung bei der Kontrolluntersuchung abgeschlossen ist, kann das Sexualleben wieder aufgenommen werden.
Es gibt keine medizinischen Beweise dafür, dass die Entfernung der Gebärmutter direkt zu einer Gewichtszunahme führt. Wenn die Eierstöcke entfernt werden und die Menopause eintritt, kann sich der Stoffwechsel etwas verlangsamen. Die Entfernung der Gebärmutter allein verursacht jedoch keine Gewichtszunahme. Im Gegenteil, da die Schmerzen, die vor der Operation Stress und Inaktivität verursachten, aufhören, kehren die Patientinnen zu einem aktiveren Leben zurück und können ihr Gewicht leichter kontrollieren.
Wenn sie von erfahrenen Händen (in Laparoskopie ausgebildeten Chirurgen) durchgeführt wird, ist die geschlossene Operation sicherer als die offene Operation.3 Da das Bild vergrößert wird, ist die Blutungskontrolle besser und das Infektionsrisiko geringer. Das Risiko hängt nicht von der Methode ab, sondern von der Erfahrung des Chirurgen.
