
Als Myome bezeichnet man gutartige (nicht krebsartige) Tumore, die sich in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) entwickeln. Diese Gebilde, medizinisch Uterusleiomyom oder Fibroid genannt, sind die häufigsten Beckenraumforderungen bei Frauen. Sie treten im Allgemeinen während der fortpflanzungsfähigen Jahre auf und können unter dem Einfluss des Hormons Östrogen wachsen. Myome können als einzelner Herd oder multipel (in mehrfacher Zahl) in der Gebärmutter auftreten. Ihre Größe kann von wenigen Millimetern bis zu 20 cm variieren.
Myom-Typen
Myome werden nach ihrer Lage in der Gebärmutterwand klassifiziert:
Submuköses Myom: Wächst in Richtung der Gebärmutterhöhle (Cavum uteri), verstärkt im Allgemeinen die Menstruationsblutung und kann Unfruchtbarkeit (Infertilität) verursachen.
Intramurales Myom: Liegt innerhalb der Gebärmuttermuskelschicht, kann zu Menstruationsschmerzen und verstärkter Blutung führen.
Subseröses Myom: Wächst in Richtung der äußeren Oberfläche der Gebärmutter, verursacht im Allgemeinen Drucksymptome.
Gestieltes Myom: Ist durch einen dünnen Stiel mit der Gebärmutter verbunden; birgt das Risiko einer Torsion (Stieldrehung).
Myom-Symptome
Während manche Myome keine Symptome verursachen, können andere Beschwerden hervorrufen, die die Lebensqualität mindern:
Starke und verlängerte Menstruationsblutungen (Menorrhagie)
Zwischenblutungen
Starke Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe)
Ein Völlegefühl/Druckgefühl im Unterbauch oder im unteren Rückenbereich
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
Häufiger Harndrang oder Verstopfung (durch Druck auf benachbarte Organe)
Unfruchtbarkeit oder wiederholte Fehlgeburten (habitueller Abort)
Was verursacht Myome? (Ursachen)
Obwohl die genaue Ursache unbekannt ist, spielen folgende Faktoren bei der Entstehung von Myomen eine Rolle:
Hormonelle Einflüsse: Östrogen und Progesteron fördern das Wachstum von Myomen.
Genetische Veranlagung: Eine familiäre Vorbelastung (Familienanamnese) mit Myomen erhöht das Risiko.
Alter: Häufiger im Alter zwischen 30–50 Jahren.
Weitere Faktoren: Übergewicht, frühes Einsetzen der Menstruation (Menarche), Kinderlosigkeit (Nulliparität).
Wie werden Myome diagnostiziert?
Gynäkologische Untersuchung: Eine Vergrößerung oder Unregelmäßigkeit der Gebärmutter kann festgestellt werden.
Ultraschall (Sonographie / USG): Die am häufigsten verwendete Diagnosemethode.
Magnetresonanztomographie (MRT): Zeigt Lage, Anzahl und Größe der Myome detailliert.
Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung): Ermöglicht die direkte Visualisierung der Gebärmutterhöhle, insbesondere bei submukösen Myomen.
Myome und Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft können Myome:
Das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.
Zu einer Frühgeburt führen.
Die Kindslage verändern (Lageanomalie).
Die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts erhöhen.
Jedoch beeinträchtigt nicht jedes Myom die Schwangerschaft negativ; Nachsorge und Abklärung sind wichtig.
Behandlungsmöglichkeiten bei Myomen
Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lage, Symptomen des Myoms und dem Kinderwunsch der Patientin.
1. Medikamentöse Behandlung
Das Myomwachstum kann mit hormonellen Medikamenten verlangsamt werden.
Symptome können mit blutungsreduzierenden Medikamenten gelindert werden.
Die Behandlung beseitigt das Myom nicht.
2. Chirurgische Behandlung
Myomektomie: Entfernung des Myoms unter Erhalt der Gebärmutter. Bevorzugt bei Patientinnen mit Kinderwunsch.
Hysterektomie: Entfernung der Gebärmutter. Bietet eine dauerhafte Lösung für Patientinnen ohne Kinderwunsch und mit schweren Symptomen.
Hysteroskopische Myomoperation: Eine minimalinvasive („geschlossene“) Methode bei submukösen Myomen.
3. Minimalinvasive Methoden
Myomentfernung mittels laparoskopischer oder roboterassistierter Chirurgie.
Uterusarterienembolisation (Verkleinerung des Myoms durch Unterbrechung der Blutzufuhr).
Treten Myome erneut auf? (Rezidiv)
Myome können sich nach einer Operation erneut entwickeln.
Das Rezidivrisiko ist besonders bei jungen Patientinnen und bei multiplen Myomen höher.
Myome und Unfruchtbarkeit (Infertilität)
Myome, insbesondere Typen, die die Gebärmutterhöhle verformen, können die Einnistung (Implantation) des Embryos erschweren. Die Schwangerschaftschance kann nach einer Myomektomie steigen.
Können Myome bösartig (krebsartig) werden?
Sehr selten (0,1–0,5 %) können sie sich in einen bösartigen Tumor namens „Leiomyosarkom“ umwandeln.
Muss jedes Myom operiert werden?
Nein, kleine Myome, die keine Symptome verursachen, können regelmäßig kontrolliert (überwacht) werden.
Kann ein Myom durch Medikamente vollständig beseitigt werden?
Nein, Medikamente können das Wachstum stoppen oder sie verkleinern, aber sie beseitigen sie nicht vollständig.
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