
Was ist Endometriose?
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die auftritt, wenn Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst, insbesondere in Bereichen wie den Eierstöcken, Eileitern und der Bauchhöhle (Peritoneum). Dieser Zustand kann zu Symptomen wie starken Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), chronischen Unterleibsschmerzen (Beckenschmerzen) und Unfruchtbarkeit (Infertilität) führen.
Was ist eine laparoskopische Endometriose-Operation?
Die laparoskopische Endometriose-Operation (auch Endometriose-Sanierung genannt) ist eine minimalinvasive chirurgische Methode. Bei dieser Methode werden ein Laparoskop (eine Kamera) und chirurgische Instrumente durch wenige kleine Einschnitte in der Bauchregion eingeführt. Der Chirurg entfernt oder zerstört mit Hilfe dieser Instrumente die Endometrioseherde und, falls vorhanden, Schokoladenzysten (Endometriome). Diese Methode bietet im Vergleich zur offenen Operation Vorteile wie weniger Schmerzen, einen kürzeren Krankenhausaufenthalt und eine schnellere Genesung.
Für wen ist sie geeignet?
Eine laparoskopische Endometriose-Operation wird im Allgemeinen in folgenden Situationen empfohlen:
Bei starken Unterleibsschmerzen, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht ansprechen
Bei Frauen, die Unfruchtbarkeitsprobleme haben und bei denen Endometriose diagnostiziert wurde
Bei Vorhandensein von großen Schokoladenzysten in den Eierstöcken (im Allgemeinen größer als 4 cm)
Bei Personen, deren Lebensqualität aufgrund von Endometriose gesunken ist
Phasen der Operation
Vorbereitung: Vor der Operation wird eine Vollnarkose eingeleitet.
Schnittsetzung: Es werden wenige kleine Einschnitte (Inzisionen) in der Bauchregion vorgenommen.
Platzierung des Laparoskops: Die Kamera und die chirurgischen Instrumente werden durch diese Einschnitte in den Bauchraum eingeführt.
Erkennung und Behandlung der Endometrioseherde: Endometrioseherde und Zysten werden erkannt und entfernt (Exzision) oder zerstört (Koagulation/Vaporisation).
Abschluss: Nach Abschluss des Eingriffs werden die Einschnitte verschlossen und die Patientin wird aus der Narkose geweckt.
Genesungsprozess
Der postoperative Genesungsprozess ist individuell verschieden, verläuft aber im Allgemeinen wie folgt:
Krankenhausaufenthalt: Die meisten Patientinnen werden innerhalb von 24 Stunden nach der Operation entlassen.
Erste Tage: Es können leichte Bauchschmerzen und Gasbeschwerden (durch das zur Operation verwendete Gas) auftreten; diese können mit Schmerzmitteln kontrolliert werden.
Erste Woche: Leichte tägliche Aktivitäten können wieder aufgenommen werden; schwere körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden.
2–4 Wochen: Der vollständige Genesungsprozess dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen.
Sexuelle Aktivität: Es wird generell empfohlen, nach der Operation 3–4 Wochen auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.
Vorteile der Operation
Minimalinvasiv: Weniger Schmerzen und schnellere Genesung dank kleiner Einschnitte.
Geringeres Infektionsrisiko: Kleine Einschnitte verringern das Infektionsrisiko.
Kosmetische Vorteile: Hinterlässt weniger sichtbare Narben.
Schnelle Rückkehr in den Alltag: Eine Rückkehr ins normale Leben ist in kurzer Zeit möglich.
Risiken und Überlegungen
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff birgt auch die laparoskopische Endometriose-Operation gewisse Risiken:
Abnahme der Eizellreserve (Ovarielle Reserve): Insbesondere bei der Entfernung großer Zysten kann es zu einer Verringerung der Eizellreserve kommen.
Risiko eines Endometriose-Rezidivs (Wiederauftreten): Endometriose kann nach der Operation wiederkehren; dieses Risiko variiert zwischen 15–25 %.
Komplikationen: Obwohl selten, können Komplikationen wie Infektionen, Blutungen oder Organverletzungen auftreten.
Fazit
Die laparoskopische Endometriose-Operation ist eine effektive Methode zur Behandlung von Endometriose. Sie wird wegen ihrer Vorteile wie der minimalinvasiven Durchführung, dem schnellen Genesungsprozess und dem geringeren Komplikationsrisiko bevorzugt. Jedoch birgt auch diese Operation, wie jeder chirurgische Eingriff, ihre Risiken. Daher ist es wichtig, den am besten geeigneten Behandlungsplan durch eine detaillierte Abklärung mit einem erfahrenen Gynäkologen zu erstellen.
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