
Harninkontinenz ist die unfreiwillige Unfähigkeit einer Person, ihren Urin zu halten. Obwohl sie in jedem Alter auftreten kann, ist sie besonders bei Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) und nach Geburten häufiger. Obwohl dieses Problem in der Gesellschaft weit verbreitet ist, wird die Suche nach einer Behandlung oft aus Scham oder weil es als normal hingenommen wird, verzögert.
Formen der Harninkontinenz
Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
Urinverlust bei Situationen, in denen der Druck im Bauchraum ansteigt, wie beim Husten, Niesen, Lachen oder Heben schwerer Lasten.
Sie ist im Allgemeinen auf eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur nach Geburten zurückzuführen.
Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz)
Urinverlust, der mit einem plötzlichen und starken (imperativen) Harndrang einhergeht.
Sie steht im Zusammenhang mit einer Überaktivität der Blasenmuskulatur.
Mischinkontinenz
Gleichzeitiges Auftreten von Symptomen der Belastungs- und der Dranginkontinenz.
Überlaufinkontinenz
Tröpfelnder Urinverlust infolge einer unvollständigen Blasenentleerung.
Ursachen
Schädigung der Beckenbodenmuskulatur nach normalen oder schweren Geburten
Östrogenmangel nach den Wechseljahren (Menopause)
Übergewicht (Adipositas)
Chronische Verstopfung (Obstipation)
Blasen- oder Harnwegsinfektionen
Neurologische Erkrankungen (MS, Parkinson, Rückenmarksverletzungen)
Diagnostische Verfahren
Detaillierte Anamnese (Krankengeschichte) und gynäkologische Untersuchung
Urinanalyse und Urinkultur
Urodynamische Untersuchung (Messung der Blasenfunktion)
Ultraschall (Sonographie)
Becken-MRT (falls erforderlich)
Behandlungsoptionen
Lebensstil und Training (Konservative Therapie)
Beckenbodentraining (Kegel-Übungen)
Reduzierung von Übergewicht
Regulierung der Trinkmenge
Vermeidung von Verstopfung
Medikamentöse Behandlung
Medikamente zur Regulierung der Blasenmuskelaktivität
Lokale Östrogentherapie (Vaginalcreme, -tablette oder -ring)
Chirurgische Behandlung
TOT- oder TVT-Operationen – Schlingenoperationen (Bändchen-OPs) zur Stärkung der Beckenbodenunterstützung
Blasenhals-Suspensionsverfahren
Minimalinvasive chirurgische Optionen
Vorbeugende Maßnahmen gegen Harninkontinenz
Regelmäßiges Beckenbodentraining
Verzicht auf das Rauchen (Rauchstopp)
Aneignung regelmäßiger Miktionsgewohnheiten (Toilettentraining)
Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
Behandlung von Harninkontinenz in Istanbul
Als Assoc. Prof. Dr. Cengiz Andan biete ich Patientinnen, die unter Harninkontinenzbeschwerden leiden, personalisierte Diagnose- und Behandlungspläne an. Mein Ziel ist es, sowohl die Lebensqualität zu verbessern als auch die gesunde Blasenfunktion langfristig zu erhalten.
Ist Harninkontinenz ein natürlicher Teil des Alterns?
Nein. Harninkontinenz ist ein behandelbarer Zustand.
Wie lange dauert es, bis Kegel-Übungen eine Wirkung zeigen?
Bei regelmäßiger Durchführung kann eine Besserung innerhalb von 4–6 Wochen eintreten.
Gibt es nach einer Operation ein Rezidiv (Wiederauftreten)?
Bei entsprechender Operationstechnik und Lebensstilanpassungen ist das Risiko recht gering.
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