
Eierstockzysten (Ovarialzysten) sind mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die bei Frauen recht häufig vorkommen. Die meisten Zysten sind harmlos und bilden sich (verschwinden) mit der Zeit von selbst zurück. Einige Zysten können jedoch Schmerzen, Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit oder Notfälle wie eine Zystenruptur (Platzen der Zyste) verursachen. In diesen Situationen kann eine chirurgische Behandlung erforderlich sein. Heute ist eine der modernsten Methoden zur Zystenbehandlung die laparoskopische Zystenoperation.
Was bedeutet laparoskopische Chirurgie?
Die laparoskopische Chirurgie ist im Volksmund als „minimal-invasive Chirurgie“ oder „geschlossene Chirurgie“ (Schlüssellochchirurgie) bekannt. Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem eine spezielle Kamera und chirurgische Instrumente durch kleine Schnitte in der Bauchregion eingeführt werden. Im Vergleich zur traditionellen offenen Operation bietet sie weniger Schmerzen, einen kürzeren Krankenhausaufenthalt und einen schnelleren Genesungsprozess.
Bei welchen Zysten wird die Laparoskopie bevorzugt?
Zysten mit einem Durchmesser von mehr als 5 cm
Schokoladenzysten (Endometriome)
Zysten, die zystischer Natur sind und im Verlauf (Follow-up) ein Wachstum zeigen
Zysten, die Schmerzen oder Unfruchtbarkeit verursachen
Zysten, bei denen im Ultraschall oder MRT der Verdacht auf Bösartigkeit (Malignität) besteht (in ausgewählten Fällen)
Studien zufolge wachsen mehr als 70 % der Zysten, die größer als 8 cm sind, im Verlauf weiter und erfordern eine Intervention.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Unter Vollnarkose wird der Zugang durch 3-4 kleine Schnitte (Ports) im Bereich des Nabels (Umbilicus) und des Unterbauchs geschaffen. Der Eierstock, der die Zyste enthält, wird mithilfe der Kamera visualisiert. Die Zyste wird sorgfältig entfernt (exzidiert), und das Eierstockgewebe wird so weit wie möglich geschont. Falls erforderlich, können während derselben Sitzung auch andere gynäkologische Probleme behandelt werden.
Wie sieht der Genesungsprozess aus?
Krankenhausaufenthalt: Normalerweise 1 Tag
Rückkehr zur Arbeit: 5-7 Tage
Geschlechtsverkehr und Sport: Nach etwa 2 Wochen
Vollständige Genesung: 2-3 Wochen
Patientinnen benötigen nach einer laparoskopischen Operation durchschnittlich 60 % weniger Schmerzmittel als nach einer offenen Operation. Da die Schnitte klein sind, ist das Risiko einer Narbenbildung zudem sehr gering.
Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
Die laparoskopische Methode ist der chirurgische Ansatz, der die Fruchtbarkeit am meisten „schont“ (erhält). Das Ziel ist es, so viel gesundes Eierstockgewebe wie möglich zu erhalten. Insbesondere bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, ist die Rolle eines erfahrenen Chirurgen entscheidend, um sicherzustellen, dass die Eierstockreserve während der Zystenentfernung nicht beeinträchtigt wird.
Wissenschaftlichen Daten zufolge steigt die Chance, nach der Operation schwanger zu werden, um 30-50 %, insbesondere bei Frauen mit Endometriomen (Schokoladenzysten).
Vorteile der laparoskopischen Zystenoperation
Weniger Schmerzen und geringerer Bedarf an Schmerzmitteln
Kürzerer Krankenhausaufenthalt
Geringeres Infektionsrisiko
Schnellere Rückkehr zur Arbeit und zum Alltag
Bessere kosmetische Ergebnisse (weniger Narbenbildung)
Fazit
Die laparoskopische Zystenoperation ist einer der zuverlässigsten und patientenfreundlichsten Ansätze in der modernen Gynäkologie. Eine genaue Diagnose und eine rechtzeitige Intervention sind entscheidend, um sowohl Ihre Gesundheit zu schützen als auch Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Denken Sie daran, dass nicht jede Eierstockzyste operiert werden muss. Wenn jedoch eine Operation notwendig ist, können Sie diesen Prozess mit der laparoskopischen Methode komfortabel überstehen.
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