Doç. Dr. Cengiz Andan

Laparoskopische Hysterektomie

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Was ist eine laparoskopische Hysterektomie? (Minimal-invasive Gebärmutterentfernung)

Eine laparoskopische Hysterektomie ist der Eingriff zur Entfernung der Gebärmutter (Uterus) mit einer minimal-invasiven („geschlossenen“) Methode, ohne einen großen Bauchschnitt. Sie wird in der Regel durch 3-4 kleine Schnitte durchgeführt, weshalb die Genesungszeit im Vergleich zur offenen Operation viel kürzer ist.

 
 

Warum wird eine Hysterektomie durchgeführt?

Die Entfernung der Gebärmutter kann in folgenden Situationen empfohlen werden:

  • Myome (Gutartige Tumore in der Gebärmutter)

  • Endometriose (Schokoladenzysten)

  • Menstruationsstörungen und übermäßige Blutungen (Menorrhagie)

     
  • Gebärmuttervorfall (Uterusprolaps)

  • Gebärmutterkrebs oder Krebsvorstufen

Vorteile der laparoskopischen Hysterektomie

  • Weniger Schmerzen: Patientinnen empfinden im Vergleich zur offenen Operation deutlich weniger Schmerzen.

  • Schnelle Genesung: Eine Rückkehr in den Alltag ist durchschnittlich innerhalb von 7-10 Tagen möglich.

  • Weniger Blutverlust: Der Blutverlust während einer laparoskopischen Operation kann bis zu 50 % geringer sein als bei einer offenen Operation.

  • Kleinere Narben: Sie ist aus kosmetischer (ästhetischer) Sicht vorteilhafter.

Was sagen die wissenschaftlichen Daten?

In einer groß angelegten Studie aus dem Jahr 2021 wurde beobachtet, dass 85 % der Patientinnen, die sich einer laparoskopischen Hysterektomie unterzogen hatten, innerhalb von 2 Wochen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten. In derselben Studie wurde festgestellt, dass das Infektionsrisiko im Vergleich zur offenen Operation um 60 % geringer war. Laut einer anderen Meta-Analyse bergen laparoskopische Hysterektomien mit einer Komplikationsrate von 3-5 % ein sehr geringes Risiko.

Für wen ist sie geeignet?

Eine laparoskopische Hysterektomie ist für viele Patientinnen geeignet, bei denen eine Gebärmutterentfernung erforderlich ist. Wenn die Gebärmutter jedoch sehr groß ist, schwere Verwachsungen (Narbengewebe) vorliegen oder bestimmte Krebsarten vorhanden sind, kann eine offene Operation bevorzugt werden. Daher muss jede Patientin individuell beurteilt werden.

Das Leben nach der Operation

Frauen, denen die Gebärmutter entfernt wurde, menstruieren nicht mehr. Wenn jedoch die Eierstöcke nicht entfernt wurden, wird die Hormonproduktion fortgesetzt. Das Sexualleben ist in der Regel nicht beeinträchtigt, und die meisten Frauen berichten von Zufriedenheit, da sie ein schmerzfreies Leben führen (was durch die ursprüngliche Erkrankung verursacht worden sein könnte).

 

Fazit

Die laparoskopische Hysterektomie ist heute eine der am häufigsten durchgeführten und erfolgreichsten Operationsmethoden in der Gynäkologie. Sie erhöht den Komfort der Patientinnen durch weniger Schmerzen, eine kurze Genesungszeit und ein geringes Komplikationsrisiko.

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