

Die IVF-Behandlung (In-vitro-Fertilisation) ist heute für viele Paare einer der effektivsten Wege, Kinder zu bekommen. Jede Behandlung ist jedoch personalisiert, und die Erfolgsrate hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Elemente, vom Vorbereitungsprozess der werdenden Mutter und des Vaters bis hin zu den Laborbedingungen, das Behandlungsergebnis direkt beeinflussen. In diesem Artikel erörtern wir 5 wichtige wissenschaftliche Faktoren, die den Erfolg bei der IVF erhöhen.
Alter der Frau und ovarielle Reserve (Eizellreserve)
Das Alter der Frau ist einer der entscheidendsten Faktoren für den IVF-Erfolg. Da die Eizellqualität bei Frauen unter 35 Jahren höher ist, steigt auch die Erfolgsrate. Dieser Unterschied kann jedoch durch personalisierte Protokolle in höherem Alter verringert werden. Der Anti-Müller-Hormon (AMH)-Test liefert wichtige Informationen über die ovarielle Reserve.
Embryoqualität
Die Embryonalentwicklung wird durch die Kombination von Genetik und Laborbedingungen beeinflusst. Die Überwachung der Embryonen mit fortschrittlichen Mikroskoptechnologien (wie dem Time-Lapse-System) stellt die Auswahl des qualitativ hochwertigsten Embryos sicher und erhöht die Schwangerschaftschance.
Gesundheit der Gebärmutter (Endometrium)
Damit sich der Embryo in die Gebärmutter einnisten kann, muss die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) eine bestimmte Dicke erreichen. Das hormonelle Gleichgewicht, intrauterine Polypen oder Myome können diesen Prozess beeinträchtigen. Eine Untersuchung mittels Ultraschall und Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) vor dem Embryotransfer erhöht die Einnistungsrate (Implantationsrate).
Spermienqualität
Der männliche Faktor ist für fast 40 % des IVF-Erfolgs verantwortlich. Genauso wie Spermienzahl, Beweglichkeit (Motilität) und Morphologie (Form) ist auch die DNA-Integrität wichtig. Insbesondere bei älteren Männern spielt der DNA-Fragmentierungstest eine entscheidende Rolle bei der Behandlungsplanung.
Klinische Erfahrung und Labortechnologie
Die Erfahrung des Behandlungsteams und die Ausstattung des Labors gehören zu den kritischsten Erfolgsfaktoren bei der IVF. Die Fachkompetenz der Embryologen, die Qualität der Inkubatoren (Brutschränke) und die Stabilität der Kulturmedien beeinflussen die Erfolgsrate direkt.
Die IVF-Behandlung ist nicht nur ein medizinischer Prozess; sie erfordert auch Geduld, Vertrauen und einen wissenschaftlichen Ansatz. Der Weg zum Erfolg besteht darin, die richtigen Schritte zur richtigen Zeit zu unternehmen.
Gibt es eine Altersgrenze für IVF?
Im Allgemeinen können Versuche bis zum Alter von 45 Jahren unternommen werden, aber die Erfolgsrate sinkt nach dem 40. Lebensjahr deutlich ab.
Beeinflusst Stress den IVF-Erfolg?
Ja, Stresshormone beeinflussen das Fortpflanzungssystem indirekt. Daher ist psychologische Unterstützung ein wichtiger Teil des Prozesses.
Wie oft kann eine IVF versucht werden?
Solange kein medizinisches Hindernis besteht, sind mehrere Versuche möglich; eine Neubewertung erfolgt in der Regel nach 3 Versuchen.
Verringert das Einfrieren von Embryonen (Kryokonservierung) den Erfolg?
Nein, dank moderner Gefrierverfahren (Vitrifikation) sind die Erfolgsraten denen von frischen Transfers (Frischtransfers) gleichwertig.
Ist die Ernährung vor der IVF wichtig?
Auf jeden Fall. Eine Ernährung, die reich an Proteinen, Antioxidantien und Folsäure ist, unterstützt die Eizellqualität.